middlework – take a celebreak.

Drei Frauen betreten ein modernes Café mit dem Namen 'middle || work', das für Mittagspausen gefeiert wird.

Mitten im Arbeitstag.

Wann haben wir eigentlich beschlossen, dass der schönste Teil unseres Tages nach Feierabend beginnen darf? Wir hetzen zum Arbeitsplatz. Wir hetzen zur Mittagspause. Wir sind eigentlich andauernd gestresst, oder geht es nur uns so? Selbst Pausen wurden zum Zeitfenster. Zum schnellen Essen. Zum Einkaufen. Zum Telefonat, das noch erledigt werden musste. Zum Ort, an dem wir während des Kauens E-Mails beantworten und uns anschließend einreden, wir hätten uns gerade erholt.

Vielleicht liegt genau darin das Missverständnis. Wir haben gelernt, Arbeit und Leben wie zwei verschiedene Kapitel zu behandeln. Hier Leistung. Dort Leben. Erst funktionieren, dann genießen. Erst abliefern, dann aufatmen. Als wäre Lebendigkeit eine Belohnung für Produktivität und nicht vielleicht ihre Voraussetzung.

Dabei erinnern wir uns doch alle an diese Tage, die plötzlich anders waren. Nicht, weil weniger Arbeit auf dem Schreibtisch lag, sondern weil zwischendurch etwas passiert ist. Ein Gespräch, das länger dauerte als geplant. Musik, die aus irgendeinem offenen Fenster kam. Ein Mensch, der uns zum Lachen brachte. Eine Stunde, nach der wir nicht erschöpfter, sondern wacher zurückgekommen sind.

Vielleicht brauchen wir gar keine kürzeren Arbeitstage. Vielleicht brauchen wir schönere Mittage.

Genau aus diesem Gedanken ist middlework entstanden. Nicht als Veranstaltungsreihe. Nicht als weiteres Networking-Format mit Namensschildern und Visitenkarten. Sondern als Versuch, einem Moment seinen Wert zurückzugeben, den wir irgendwann achtlos zwischen zwei Termine geschoben haben.

Wir glauben, dass Städte mittags mehr können. Dass Hotels, Restaurants, Dachterrassen und Innenhöfe nicht nur Orte sind, an denen gegessen wird, sondern Orte, an denen Menschen wieder miteinander in Berührung kommen können. Für eine Stunde. Vielleicht auch nur für vierzig Minuten. Lange genug, um sich daran zu erinnern, dass Arbeit ein Teil unseres Lebens ist – aber eben nicht das ganze Leben.

Es wird Tage mit Musik geben. Tage mit Gesprächen. Mit Tanz. Mit Comedy. Mit Menschen, die sich vorher nie begegnet wären. Und vielleicht wird es auch Tage geben, an denen das Schönste einfach darin besteht, gemeinsam in der Sonne zu sitzen und für einen Moment nichts erreichen zu müssen.

Wir möchten die Mittagspause nicht optimieren. Wir möchten sie zurückerobern.

Nicht gegen die Arbeit. Sondern für die Menschen, die sie jeden Tag leisten.

middlework. Take a celebreak. Let’s celebreak Lunchtime.

 http://www.giudan.de 10.07.2026
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