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Schreibe doch mal ein Kochbuch!

Vegan oder Flexitarier – Teufelszeug Zucker – und was bringe ich heute nur auf den Teller? Das Thema Essen und Ernährung beschäftigt die Menschen. Der eine fühlt sich zu mächtig um die Hüften, der andere ist im energetischen Mangel und wieder andere brauchen Masse für ihre Gewichte. Die Motivation jedes Einzelnen ist bunt – wie die Zutaten, Zusammenstellung und Rezepte schier unerschöpflich. Und bitte vergessen wir die Geniesser nicht! Es soll sie noch geben!

Work – Life & Cooking – Balance?

Doch wie presst sich der bewusste und verantwortliche Umgang mit Lebensmitteln und Zubereitung in unser Leben? Job – Familie – Freunde sind im Zusammenspiel eine riesige Herausforderung und dann hat Mensch zeitschluckende und energieintensive Hobbies oder Interessen? Ein Balanceakt!

Früher war das nie so! Meine Oma trug jeden Tag eine Kittelschürze in fleckentauglichem Design. Die Schürze war super praktisch, hatte 1.ooo grosse Taschen, verzieh charmant +/- 5 kg und passte entspannt an jeden Kleiderhaken hinter der Badezimmertüre. Manche hatten diese süssen Rüschen am Kragen und wieder andere rochen nach Pflaumenkuchen. An besonderen Tagen trennte sich meine Oma von ihrer zweiten Haut und zuppelte fortan an nicht vorhandenen Taschenöffnungen oder Bindegurten herum. Habt ihr ein Bild? Wunderbar!

Worauf will ich hinaus?

Es war immer alles easy! Jeden Tag stand das Frühstück auf dem Tisch! Und ich erinnere mich nicht an 3 verschiedene Packungen Cornflakes! Um 5:oo Uhr morgens sass meine Oma im geblümten Frottee-Schlafkleid in der Küche, genoss das aufgebackene Honigbrötchen (und ihre erste Zigarette 😉 ) und schlürfte Caro mit Milch.

Mittags – nach der Schule – hing sie die Wäsche im Garten auf, nachmittags fegte sie die Krümel unter meinen Füssen weg und abends weckte sie irgendwas Obstiges ein. Zwischendrin gab es 3 Mahlzeiten in 27 Varianten und unter Berücksichtigung aller Vorlieben oder Wehwehchen. Und wirklich niemals war unsere Familienfee gestresst – gehetzt oder überfordert.

Heute frage ich mich, what the f*** – wie zum Henker – hat sie das geschafft? Oder glaubt irgendwer da draussen, Waschen, Bügeln – Putzen & Kochen wären heissgeliebte Passion einer ganzen Generation gewesen? Nylon-Strümpfe & Kittelschürze waren schwer angesagt – und am Ende vom Tag – hatten unsere Vorgängerinnen kein eigenes Leben? Keine Wünsche – keine Träume – nur Verpflichtungen!

mein Karussel

Heute hektiere ich mich um meine Familie! Das Karussell meines Lebens dreht und dreht und dreht sich, aber nicht so gleichmässig – wie ich es in Erinnerung habe.

Im Film gibt es immer diese eine Szene im Vergnügungspark. Dieses wunderbare Fahrgeschäft im Vintage-Style (mit hochmoderner, sicherer Technik – nach den neuesten Standards) steht unverwüstlich in der Mitte des Geschehens. Jeder steuert darauf zu – jeder ist berührt – begeistert und fährt eine entspannte Runde auf dem handbemalten Pony! Luftballons steigen in den Himmel, entspannte Musik zeichnet die Umgebung weich und alles ist gut – für diesen einen Moment – für immer!

Nur das mein Karussell irgendwie verquer durch die Menge stuckert und lärmt, hochmodern designt und ein Hauch von Vintage findet sich besorgniserregend maximal bei der Verkabelung.

Sandwich-Maker, Waffeleisen und Pizza haben mich vorerst komfortabel durchs Familienleben gerettet – bis ich das Zeug selbst nicht mehr ertragen konnte. Ich sehnte mich nach Pasta – Pflaumenkuchen und Klössen aus richtigen Kartoffeln.

Kochbücher

Ich stöberte in den alten Kochbüchern und Notizen meiner Oma und resignierte mein Vorhaben energisch zu den Akten! Eine anständige Bologna köchelt nervenraubende 4 Stunden im Kochtopf und dies in einem Lebenszyklus – in dem ich keine 15 Minuten für streng notwendige Pediküre abzwacken kann. Unseriös!

Aber die Idee war mächtig. Anfänglich ein Hauch von Motivation für später mal – und tick tack – entwickelte sich eine zaghafte Vorstellung zu einer ernsthaften Mission! Ich las unzählige Kochbücher, stöberte online nach Rezepten, probierte Schnitzelvarianten und Schokokuchen en masse – nur um eines festzustellen – ich will es einfach – ich will es anders!

Von Allem zu viel!

Wofür bitte brauche ich 5 Schokokuchenrezepte? Wenn die Pasta Carbonara einfach schnatzt – dann möchte ich mich im Vorfeld nicht unter 17 Zubereitungsvarianten entscheiden. Ich sammelte meine Lieblingsrezepte. Ich sortierte die Anmerkungen meiner Oma – ich passte sie an – ich notierte neu – und hörte aus verschiedensten Ecken: „Schreib doch mal ein Kochbuch!“. Aber warum denn bloss? Ein Kochbuch ist starr und langsam –  steht rum und fängt staub!

Ein Blog muss her – eine Sammlung von Rezepten und Zubereitungsideen – die Jedermann umsetzen kann, deine Timeline nicht ruinieren und echt lecker sind –  et voilà!

Das Gerüst steht – das Logo gefällt und auf Instagram haben sich bereits 149 Foll“Wow“er eingefunden. Mal schauen – wo mich das hinführt. Ich bin giullicious!

yummi me, . . . and maybe yummi u2!

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